03. Juni 2017
Was | Wo ,
Wer | Schwierigkeit T3  | Rauf 1500m | Runter 1300m | Distanz 26km

Wegpunkte Peist (1333m) - Skihaus Hochwang (1958m) - Dängelstöck (2360m) - Ratoser Stein (2473m) - Hochwang (2532m) - Lercher Obersäss (1963m) - Hinterberg (1408m)

Route Peist - Erlenboden - Zerfalta - Skihaus Hochwang - Furgglos - Dängelstöck - Ratoser Stein - Hochwang - Grüen Halde - Lercher Obersäss - Vorder Lerch - Fäutsch - Hinterberg

Wie wars? ★★★★ | KML-Datei mit Track Ansehen & herunterladen

Für die Pfingsttage ist durchzogenes Wetter angesagt. Samstag Sonne und Gewitter aus Westen am Abend, Sonntag und Montag regnerisch. Die groben Tourenpläne mit einer mehrtägigen Wanderung oder Hochtour fallen ins Wasser, und eine kurzfristige Alternative muss her.

Ich stehe beizeiten auf und nehme den 06.37 Uhr-Zug von Zürich nach Chur. Irgendeine Wanderung in der Ostschweiz soll es sein, denn dort verheissen die Wetterprognostiker noch das beste Wetter. Ich bin mit neuen Trailrunning-Schuhen und einem leichten Rucksack ausgerüstet. Calanda wäre noch was, oder eine Runde um die Rheinschlucht. Oder doch eher schon in Sargans aussteigen und etwas im Weisstannental unternehmen? Schlussendlich fahre ich bis Chur und entscheide mich für eine Wanderung im Schanfigg.

Mit der Rhätischen Bahn gelange ich nach Peist. Dort beginnt die Tour mit Ziel Hochwang. Von der Bahnstation führt der Weg hoch ins Dorf, und dann bald einmal über schöne Blumenwiesen und Wälder hinauf zum Skihaus Hochwang. Hier ist zu dieser Zeit nichts los. Ausser ein paar Murmeltiere, die erschreckt davonrennen, und ein aufgeschreckter Hase, der sich aus dem Staub macht.

Aussicht von der Skihütte Hochwang in Richtung Chur

Über etwas teils sumpfige Alpweiden gelange ich an den Grat vor dem Dängelstöck. Bereits hier ist die Rundumsicht fantastisch. Auf dem Grat wandere ich nun – immer den Schneeresten ausweichend – zum Gipfel des Ratoser Steins, wo ich mir eine Pause gönne.

Tolle Lichtverhältnisse im Schanfigg

Die neuen Trailrunning-Schuhe leisten gute Dienste

Aussicht vom Hochwang übers Rheintal

Blick über die Hochwang-Kette in Richtung Fideriser Heuberge

Nun geht’s einige Meter hinunter, und bald darauf schon wieder nach oben zum Gipfel des Hochwang. Hier treffe ich auch auf die ersten anderen Wanderer – bisher war ich ganz für mich alleine. Nach einer erneuten Rast mache ich mich auf den Weiterweg. Über Wegspuren und ein paar Schneefelder wandere ich, immer dem Grat entlang, bis zur Grüen Halde. Hier zweigt der Weg auf den östlichen Ausläufer des Grats ab. Auf diesem gelange ich hinunter – zuletzt etwas mühsam über Alpenrosensträucher – bis auf 2000m, wo ich auf einen guten Pfad treffe.

Diesem Pfad folge ich nun talauswärts, mal gehend, mal leicht joggend, bis zur Alp Lercher Obersäss. Nun auf bald etwas breiterem Weg bis zur Alp Vorder Lerch. Von hier ist nun fertig mit Wandern. Der weitere Weg führt alles auf einer Waldstrasse bis nach Hinterberg bei Furna, und ich kann in den Jogging-Modus wechseln.

Blick übers Prättigau-Tal zur Sulzfluh

In Hinterberg angekommen, verbleibt mir gerade noch so viel Zeit, um mich im gemütlichen Restaurant Hochwang mit Rösti und Rivella zu verpflegen, bevor der Postauto-Minibus heranbraust und mich und weitere Wanderer hinunter nach Schiers bringt.

 

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