🥾 Wanderung8. April 2010

Hörnli Westwand

Alpines Kraxeln im Zürcher Oberland

ca. 2 Minuten Lesezeit

Zum ersten Mal alpin im Tösstal unterwegs. Achtung, Wiederholungsgefahr! Die vielen Berichte über die unterdessen schon fast berühmte ‚Westwand‚ am Hörnli haben mich ‚gluschtig‘ gemacht. Und für einen ehemaligen Tösstaler ist die beliebte Tour schon fast ein Muss.

Heute morgen fallen einige Vorlesungen aus, das Wetter scheint beständig zu sein – meinem Versuch an der Hörnli Westwand steht nichts mehr im Wege. Mit dem Zug fahre ich von Winterthur nach Steg. Um 6.30 Uhr starte ich beim Bahnhof Steg. Bis zum Einstieg im Bärtobel sind es 30 Minuten. Mit Pickel ausgerüstet beginne ich den Aufstieg auf dem Sporn. Die ersten Meter sind etwas rutschig, doch bald finde ich gute Wegspuren, die den Aufstieg stark erleichtern. Die Route dürfte bekannt sein.

Der Geländesporn am HörnliDer Geländesporn am Hörnli
Steiler Aufstieg durch den WaldSteiler Aufstieg durch den Wald

Die Verhältnisse haben sich seit anfangs Woche stark verbessert: Der Schnee ist komplett abgeschmolzen, der Grasboden präsentiert sich unerwartet trocken und gut begehbar. Nach der Querung des Wanderwegs weiter auf dem Grat, unter der Nagelfluhwand durch, und sogleich wieder auf den Grat. Dann sollte doch irgendwo 🔗ossi’s Wandbuch kommen, oder? Ich halte mich möglichst am Grat und steige weiter. Nach einer steilen Stelle habe ich das Gefühl, soeben die Schlüsselstelle passiert und somit das Wandbuch verpasst zu haben. Absteigen möchte ich hier lieber nicht – deshalb geht’s weiter auf der bekannten Route Richtung Komposthaufen. Hier oben ist der Boden ziemlich feucht – der Pickel leistet gute Dienste. Rechts am Komposthaufen vorbei und über den Zaun zum Gipfel.

Vermessungspunkt auf dem Hörnli-GipfelVermessungspunkt auf dem Hörnli-Gipfel

Da das Bergrestaurant geschlossen ist, steige ich kurze Zeit später über den Normalweg nach Steg ab.

Kurz nach 8 Uhr stehe ich schon wieder am Bahnhof Steg. Mit dem Tösstal-Bähnli geht’s zurück nach Winterthur.

Fazit: Die Popularität der Hörnli Westwand hat ihre Berechtigung. Dass sich von Winterthur aus in 3-4 Stunden eine alpine Wanderung unternehmen lässt, hatte ich bis anhin nicht geglaubt. Die Gefahr, dass ich zum Wiederholungstäter werde, scheint mir sehr gross. Beim nächsten Mal will ich das Wandbuch finden. Und den  Deckel meiner Kamera, welcher mir irgendwo zwischen Schlüsselstelle und Gipfel verloren gegangen ist. Verhältnisse: Wie erwähnt – seitdem der Schnee weg ist, kann die Hörnli Westwand zur Zeit gut begangen werden (solange es trocken ist). Einen Pickel kann ich vor allem für den Teil oberhalb der Schlüsselstelle empfehlen.

Kurzinfos
  • Datum

    8. April 2010

  • Region

    Zürich

  • Teilnehmer

    Alex

  • Höhenmeter

    530m Aufstieg

    530m Abstieg

  • Schwierigkeit
    T5